GAGLIANO

FORMGEBUNG

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"quellsteine", module aus santärporzellan, lichtfaserkabel, wasser, 1998

die grundidee zu "quellsteine" ist, die topologischen gegebenheiten einer quelle abstrahierend nachzuzeichnen, also ein wasserspiel zu bauen, das in fußbodenhöhe angelegt und von unten mit wasser gespeist wird. die flache, kompakte bauweise und die integration aller notwendigen, technischen bestandteile erlauben den einbau in die fußbodenkonstruktion und somit eine konsequente umsetzung der formalen ansprüche.

die beschränkung auf einen einfachen grundkörper bildet die basis für ein modular veränderbares system von wasserspielen. die wenigen schlichten elemente verlangen nach klarer anordnung und eingliederung in einen sachlichen architektonischen kontext. die keramischen elemente stehen frei in einer wasserdichten wanne aus edelstahl und können ohne werkzeug abgehoben werden. jedes teil sitzt auf einer eigenen pumpe, deren fördermenge individuell eingestellt werden kann.

das licht, das mittels glasfaserkabel in das objekt eingebracht wird, und mit dem wasser durch kreisförmige öffnungen an die sichtbare oberfläche drängt, verleiht dem ensemble seinen besonderen reiz, indem es die zart-schwingenden wasserbewegungen als projektionen an die raumdecke zeichnet.

´98 mino / japan, international ceramics competition / design section, gold award

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